Römisch-kath. Kirche „Mariä Verkündigung“

Nach der Reformation feierte die kleine katholische Gemeinde zunächst das Messopfer.

Nach der Reformation feierte die kleine katholische Gemeinde zunächst das Messopfer in der Kapelle der Burg Altena. Als Graf Ernst Wilhelm (1643-1693) in den Jahren 1667/68 unter dem Fürstbischof Bernhard von Galen der katholischen Kirche beitrat, wurden das Kloster und die Klosterkapelle wieder zurückgegeben. Das Kloster diente als Wohnung für den Pfarrer und den Küster. Nach dem Haager Vergleich von 1702 mussten Kloster und Klosterkirche an die Protestanten zurückgegeben werden. Den Katholiken stellte der Graf wie früher einen Raum seiner Burg Altena zur Verfügung, dort blieben sie bis zum Neubau der Kirche im Jahre 1868. Der Pfarrer erhielt eine Wohnung, den so genannten Beverschen Hof, zugewiesen. Dieser lag dort, wo heute die katholische Kirche steht. Für die Wohnung waren drei verschiedene Räume vorhanden, außerdem Stallungen für Pferde und anderes Vieh.

Neubau der Kirche:

Unter der Führung von Pastor Engelbert Müller erfolgte 1867 die Grundsteinlegung zur

heutigen Kirche. An der Ostseite des Chores (zur Färberstraße) befindet sich ein Stein mit der Inschrift ANNO/MDCCCLXVII (1867). Am 25. September 1868 wurde das neue Gotteshaus durch den Bischof von Osnabrück, Johannes Heinrich Beckmann, eingeweiht.

Bauausführung:

Die Kirche liegt in Ost-West-Richtung. Das völlig steinerne Gebäude, zu dem neben gelbem auch viel rotes Material verwendet wurde, besteht aus Bentheimer - bzw. Gildehauser -

Sandstein. Die Kirche ist innen einschließlich des Turmes 26,33 m lang, die lichte Breite des Chores 5,77 m und die des Langhauses 8,69 m. An der Westseite ist ein Glockenturm mit einer halbrunden Treppe angebaut, die auch zur Empore führt, wo die Orgel steht. Das achtseitige Dach des Turmes ist jetzt mit Kupfer bedeckt. An der Nordseite des Chores befindet sich die angebaute Sakristei und in einem weiteren Anbau der Beichtstuhl (1968 errichtet). Das Dach der Kirche und der Sakristei ist mit Schiefer bedeckt.

Die Gänge in der Kirche sind mit Sandstein belegt. Unter den Bänken sind Hobeldielen. Als Heizung dient eine Warmluftheizung. Der schlichte Anstrich erfolgte durch Schüttorfer Maler. Unter dem Anstrich sind noch alte Wandmalereien, die weit vor dem II. Weltkrieg bereits übermalt wurden.

In den letzten Kriegstagen wurden durch die Sprengung der Vechtebrücken sämtliche Kirchenfenster zerstört. Nach einer Zeit der Notverglasung, die nur auf dem Tauschwege, (die damalige Firma Remy half mit Stoffen aus), möglich war, erhielt die Kirche in den 1950er Jahren neue Altar- und Seitenfenster. Die Altar- und die ersten beiden Seitenfenster wurden auch von der Familie Remy gespendet. Die drei östlichen Fenster im Chor zeigten die 15 Gesetze des Rosenkranzes (den freudenreichen, schmerzhaften und den glorreichen Rosenkranz). Da bei der letzten großen Renovierung der Kirche 1988 die Bauleitung der Meinung war, dass die Motive der Bleifenster nicht zu einer „Mariä Verkündigung“ Kirche passen, wurden neue Glasmalereien im neugotischen Stil von der Firma Peters aus Paderborn entworfen und eingebaut.



Tabernakel:

Der Tabernakel hat eine große von 42x60 cm. Es ist ein Werk aus dem Jahre 1968 von Walter Mellmann aus Osnabrück. Auf der linken Bronzetür sind Darstellungen aus dem Alten Testament. Oben rechts Adam und Eva unter dem Baum des Lebens. Unten links bewacht ein großer Engel mit flammendem Schwert den Weg zum Baum und die Verführung Adams und Evas. Oben links zertritt Maria mit ihrem Fuß die Schlange.

Auf der rechten Tür sind die Darstellungen aus dem Neuen Testament. Die Geburt Christi, die Hand über dem Kind ist das Sinnbild das Gottvaters. Im Symbol der Taube wird der Heilige Geist dargestellt. Damit ist die Dreieinigkeit auf der rechten Tür wiedergegeben. Zum Schluss sieht man unten die Anbetung der Hirten.

Altar:

Der neue Altar ist aus Bamberger Sandstein und wurde 1968 aufgestellt. Auf der Vorderseite unten links sind Keramikfiguren der Heiligen Fausta, Jucundus und Modestus angebracht, deren Reliquien, die übrigens aus den römischen Katakomben stammen, im Altar eingelassen sind. Diese Reliquien wurden bereits im alten Altar aufbewahrt.



Wertvollster Kirchenschatz ist eine Sandsteinmadonna, die dem späten 16. Jahrhundert zugeschrieben wird. Außerdem gibt es einen Kelch von 1650 und ein Stehkreuz von 1670.

Auf der Karte

Römisch-kath. Kirche „Mariä Verkündigung“, Schüttorf
Rathausstr. 6
48465 Schüttorf
Deutschland

Tel.: +49 5923 96120
Webseite: www.pfarreiengemeinschaft-obergrafschaft.de

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